Klinikchefs kritisieren Lauterbachs Reformpläne: Zu wenig, zu spät

Die Geschäftsführer großer Kliniken in Ostwestfalen-Lippe warnen vor den gravierenden Folgen der geplanten Krankenhausreform, die aus ihrer Sicht zu spät greift und die wirtschaftliche Notlage vieler Krankenhäuser nicht löst.

2. September 2024
  • Politik

Die Geschäftsführer großer Kliniken in Ostwestfalen-Lippe warnen vor den gravierenden Folgen der geplanten Krankenhausreform, die aus ihrer Sicht zu spät greift und die wirtschaftliche Notlage vieler Krankenhäuser nicht löst.

Die geplante Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, die das Ziel verfolgt, die Krankenhauslandschaft zu straffen und Krankenhäuser durch Vorhaltebudgets zu entlasten, stößt auf massive Kritik seitens der Klinikgeschäftsführer in Ostwestfalen-Lippe. In einer Diskussionsrunde mit Bundestagsabgeordneten aus der Region äußerten die Geschäftsführer ihre Bedenken, dass die Reform, die frühestens 2029 wirken soll, den akuten finanziellen Problemen der Krankenhäuser nicht gerecht wird. Angesichts steigender Defizite, insbesondere durch Inflation und Lohnkosten, befürchten sie eine Insolvenzwelle, die viele Kliniken nicht überstehen werden. Während die Notwendigkeit einer Strukturreform und Spezialisierung grundsätzlich anerkannt wird, fordern die Klinikchefs eine sofortige finanzielle Unterstützung und schlagen vor, die bereits begonnene Krankenhausplanung in NRW als Vorbild zu nehmen, statt auf bundesweit unausgereifte Lösungen zu setzen…

Quelle:

sankt-elisabeth-hospital.de


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