Krankenhausreform: Eskaliert der Streit um Finanzierung und Leistungserhalt?
Der Streit um die Krankenhausreform eskaliert, Kliniken kämpfen um ihre Existenz und die Bundesregierung gerät zunehmend unter Druck.
- Politik
Der Streit um die Krankenhausreform eskaliert, Kliniken kämpfen um ihre Existenz und die Bundesregierung gerät zunehmend unter Druck.
Die geplante Krankenhausreform sorgt weiterhin für erhebliche Unruhe in der Gesundheitslandschaft: Wir erinnern uns: Das Kreiskrankenhaus Groß-Gerau hat Bundesgesundheitsminister Lauterbach und die Bundesregierung auf Schadensersatz wegen Unterfinanzierung verklagt. Mehr als drei Monate nach Klageerhebung hat Minister Lauterbach noch immer nicht geantwortet. Die gesetzliche Frist zur Klageerwiderung wurde auf Antrag seiner Anwälte verlängert. Unterdessen erhält die Klinik breite Unterstützung auch von kommunalen Vertretern, die die schwierige Finanzierungssituation bestätigen. Eben kein Einzelfall: Laut Krankenhaus Rating Report rechnen rund 70 Prozent der deutschen Kliniken bis 2024 mit Verlusten. Besonders betroffen sind ländliche Krankenhäuser, die durch die Reform in ihrer Existenz bedroht sind. Nordrhein-Westfalen positioniert sich derweil als Vorbild, indem es bereits eine ähnliche Krankenhausplanung umsetzt. Doch auch im „Musterland“ NRW gibt es Kritik an der Reduzierung der Leistungsgruppen, von der viele Kliniken betroffen sind. Angesichts dieser Unsicherheiten mehren sich die Stimmen, die ein Umdenken in der Reformpolitik fordern…
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