Lauterbachs gesetzgeberische Offensive setzt die Krankenkassen unter Druck

Die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach angestoßenen Reformen führen zu unerwartet hohen Mehrausgaben der Krankenkassen. Weitere Beitragserhöhungen scheinen unausweichlich.

20. Juni 2024
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Die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach angestoßenen Reformen führen zu unerwartet hohen Mehrausgaben der Krankenkassen. Weitere Beitragserhöhungen scheinen unausweichlich.

Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen spitzt sich weiter zu. Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, berichtete von einer korrigierten Prognose für 2024, die nun ein Defizit von 3,2 Milliarden Euro übersteigen könnte. Hauptursache sind die Reformen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, darunter die Entbudgetierung der Hausarztpraxen und die Krankenhausreform, die die Ausgabenlast massiv erhöhen. Allein in diesem Jahr könnten Mehrkosten von zwei Milliarden Euro entstehen – die Auswirkungen der geheimen Arzneimittelpreise noch nicht eingerechnet. Perspektivisch wird die GKV durch den Umbau der stationären Versorgung ab 2026 mit weiteren 2,5 Milliarden Euro jährlich belastet. Die Diskussionen um eine finanzielle Beteiligung der Kassen an Gesundheitskiosken und Studienplätzen unterstreichen den wachsenden Druck. Die GKV fordert daher, gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie die Finanzierung des Bürgergeldes künftig aus Steuermitteln zu finanzieren, um die finanzielle Stabilität des Gesundheitssystems zu gewährleisten…

Quelle:

aerztezeitung.de


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