Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein: Vielfalt und Offenheit in den Kliniken statt Fremdenfeindlichkeit und Menschenhass!

Im Namen der Träger und Mitarbeitenden der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein unterstützen das Präsidium und die Geschäftsführung der Krankenhausgesellschaft den Protest der Zivilgesellschaft gegen verabscheuungswürdige Bestrebungen rechtsradikaler Gruppen, Menschen aus unserer Mitte auszugrenzen oder gar vertreiben zu wollen.

26. Januar 2024
  • Politik

Im Namen der Träger und Mitarbeitenden der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein unterstützen das Präsidium und die Geschäftsführung der Krankenhausgesellschaft den Protest der Zivilgesellschaft gegen verabscheuungswürdige Bestrebungen rechtsradikaler Gruppen, Menschen aus unserer Mitte auszugrenzen oder gar vertreiben zu wollen.

In unseren Kliniken arbeiten Tausende von Menschen aus allen Teilen der Welt. Sie haben genau wie die zu versorgenden Patientinnen und Patienten unterschiedlichste Hintergründe, was ihre Herkunft, Religion und sexuelle Orientierung angeht. Deshalb ist es wichtig, dass allen Menschen mit Respekt, Toleranz und Offenheit begegnet wird.

Rassisten und Faschisten versuchen dagegen, das Gift des Hasses und der Spaltung in die Mitte unserer Gesellschaft zu tragen. Sie bereiten den Boden für Intoleranz, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Hiergegen muss die breite Mitte unserer Gesellschaft aufstehen! Die eindrucksvollen Demonstrationen auch hier in Schleswig-Holstein zeigen, dass der Ernst der Lage mittlerweile von vielen Menschen erkannt wird. Wir rufen allen Demokratinnen und Demokraten zu: Setzen Sie sich ein für ein gesellschaftliches Klima des Miteinanders, der Toleranz und der Weltoffenheit!
Die rechtsextremistischen Pläne sind nicht nur politisch und gesellschaftlich unerträglich. Sie sind auch wirtschaftlich dumm und gefährden in ihrer fanatischen Naivität unseren Zusammenhalt und unseren Wohlstand. Es gibt keinen Bereich unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft, in dem es keine Menschen mit Migrationsgeschichte gibt, keinen Bereich, der ohne sie auskommen könnte. Gerade das Gesundheitswesen könnte ohne die Menschen, die Rechtsextreme deportieren möchten, nicht existieren.

Wer in den vergangenen Jahren auch nur einmal in einem Krankenhaus behandelt werden musste, sollte eine Vorstellung davon haben, was passiert, wenn sich die rechten Hirngespinste von ethnischer Reinheit und Deportationen durchsetzen: Die medizinische und pflegerische Versorgung würde ohne Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte mit Migrationsgeschichte kollabieren. Das gilt genauso für den niedergelassenen Bereich, für die Langzeitpflege, für die gesamte soziale Versorgung und letztlich für die gesamte Wirtschaft.

Landespastor Heiko Naß, Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (KGSH)

Dr. med Cordelia Andreßen, stellvertretende Vorsitzende

Florian Lorenzen, stellvertretender Vorsitzender

Patrick Reimund, Geschäftsführer

Quelle:

KGSH


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