Gemeinsames Innovationsprojekt vom Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen und der QM BÖRCHERS CONSULTING+
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Forschungsprojekt zur Qualitätssicherung von Digitalen Gesundheitsanwendungen
In einem neuen Innovationsfondsprojekt entwickelt die Universität Duisburg-Essen gemeinsam mit der QM BÖRCHERS CONSULTING+ ein fortlaufendes Qualitätssicherungskonzept für Digitale Gesundheitsanwendungen, die in der GKVRegelversorgung eingesetzt werden. Der Innovationsfonds fördert das Projekt mit rund 815.000 Euro über drei Jahre.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) eröffnen vielfältige Möglichkeiten, um beispielweise bei der Erkennung, Überwachung, Behandlung und Linderung von Krankheiten zu unterstützen. Seit der Einführung des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) Ende 2019 können bestimmte Gesundheits-Apps nach einer Bewertung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) von Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verordnet und durch die Krankenkasse erstattet werden.
Ziel des Projekts ist es, ein Konzept zur kontinuierlichen Qualitätssicherung für diese DiGA zu entwickeln. Hierzu wird ein mehrstufiger Mixed-Methods-Ansatz genutzt: Zunächst erfolgen ein kontinuierliches Monitoring relevanter, erstattungsfähiger Gesundheits-Apps sowie eine strukturierte und systematische Literaturrecherche. Darauf aufbauend werden die Nutzer- und Patientenperspektiven in Fokusgruppen erhoben. Ergänzend werden Akteure aus dem Gesundheitswesen zu ihrer Einschätzung befragt. Auf dieser Basis werden Vorschläge erarbeitet, wann die Qualitätssicherung Sinn bei DiGA macht und welche Dimensionen einbezogen werden sollen. Im Zuge von Expertenworkshops werden die Ergebnisse weiter konkretisiert.
Das Projekt zielt darauf ab, ein Set aus Qualitätsaspekten und entsprechenden Qualitätsmerkmalen zu entwickeln und daraus Qualitätsanforderungen, Qualitätsindikatoren sowie Messinstrumente abzuleiten. Abschließend wird ein Vorschlag ausgearbeitet, wie sich das Konzept institutionell und verfahrenstechnisch in das deutsche Gesundheitssystem einbinden lässt. Damit wird eine Forschungslücke geschlossen, um einen nachhaltigen, kontinuierlichen Einsatz von DiGA in der Regelversorgung zu erreichen
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