Kündigung des Chefarztes verschärft Konflikte in Albstädter Notaufnahme

Nach der Entlassung des Chefarztes bleibt die Lage in der Notaufnahme des Zollernalb-Klinikums angespannt. Interne Kritik und strukturelle Änderungen prägen die aktuelle Situation…

18. März 2026
  • Personal

Die kurzfristige Entlassung des Chefarztes der Zentralen Notaufnahme in Albstadt sorgt weiter für Unruhe im Zollernalb-Klinikum. Viele Beschäftigte sowie ehemalige Patientinnen und Patienten äußern Unverständnis über die Entscheidung. Die Klinik nennt keine konkreten Gründe und verweist auf arbeitsrechtliche Vorgaben.

Die Leitung der ZNA liegt derzeit kommissarisch bei der Chefärztin der Geriatrie. Parallel hat die Klinik eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie soll innerhalb von sechs Monaten die Abläufe in der Notaufnahme stabilisieren und verbessern.

Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch eine interne E-Mail eines Arztes an den Oberbürgermeister. Darin beschreibt er verschlechterte Arbeitsbedingungen und mögliche Kündigungen von Assistenzärzten. Konkrete Belege für die erhobenen Vorwürfe nennt er nicht. Die Klinik hat Gespräche mit den betroffenen Ärztinnen und Ärzten angekündigt.

Strukturell richtet das Klinikum die Notfallversorgung neu aus. Ab April 2026 übernimmt der Standort Balingen die erweiterte Notfallversorgung inklusive Kinder- und Jugendmedizin. In Albstadt verbleiben spezialisierte Angebote wie Schlaganfall- und Herzinfarktversorgung.

Die Klinik betont, dass die Versorgung interdisziplinär organisiert ist und nicht von einzelnen Personen abhängt. Erste Anpassungen, etwa bei der Herzinfarktversorgung, sind bereits umgesetzt.

Quelle:
schwaebische.de

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