ePA erreicht breitere Nutzung: 73 Millionen gesetzlich Versicherte haben bereits eine Akte

Knapp ein Jahr nach der bundesweiten Einführung liegen mehr als 100 Millionen Dokumente in der elektronischen Patientenakte. Viele Versicherte haben eine ePA, aktiv auf ihre Daten greifen aber bisher deutlich weniger zu…

17. April 2026
  • Digitale Klinik
  • Politik

Die elektronische Patientenakte hat in Deutschland eine große Reichweite erreicht. Knapp ein Jahr nach der bundesweiten Einführung liegen mehr als 100 Millionen Dokumente in den Akten. Gleichzeitig nutzen viele Versicherte ihre ePA noch nicht aktiv selbst.

Nach Daten der Gematik legten die Krankenkassen für knapp 73 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten eine ePA an. Privatversicherungen legten 300.000 ePA an. Patienten rufen digital gespeicherte Listen mit verschriebenen Medikamenten im Schnitt 21 Millionen Mal pro Woche aus der ePA ab.

Die bundesweite Einführung hatte nach dem Start in Testregionen ab Ende April 2025 schrittweise begonnen. Seit dem 1. Oktober 2025 müssen Praxen und Kliniken wichtige Daten wie Befunde oder Laborwerte in die ePA einstellen. Die elektronischen Patientenakten sollen die Versorgungsqualität verbessern, indem sie Doppeluntersuchungen reduzieren und potenziell ungünstige Arzneimittelwechselwirkungen besser erkennbar machen.

Nach den Gematik-Daten von Mitte April haben 5,1 Millionen Versicherte eine digitale Gesundheitsidentität für den Zugriff auf ihre ePA. Ende Oktober hatte das Bundesgesundheitsministerium 3,89 Millionen gemeldet. Gematik-Chef Florian Fuhrmann sagte, jedes Dokument in der ePA unterstütze die Behandlung.

Quelle:
aerzteblatt.de

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