Thüringen investiert 1,4 Millionen Euro in telemedizinisches Netzwerk für Geburtshilfe und Neonatologie
Mit 1.4 Millionen Euro fördert das Thüringer Sozialministerium den Aufbau von PERIKOV-T, einem telemedizinischen Verbund für Geburtshilfe und Neonatologie am Universitätsklinikum Jena…
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Das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie fördert das Universitätsklinikum Jena mit 1.411.548,47 Euro beim Aufbau des Projekts PERIKOV-T, einem landesweiten telemedizinischen Kompetenzverbund für Geburtshilfe und Neonatologie. Ziel ist eine qualitativ bessere, erreichbarere und sektorenübergreifende Versorgung von Schwangeren, Neugeborenen und ihren Familien, besonders in ländlichen Regionen Thüringens.
Das UKJ übernimmt Aufbau und Koordination des Netzwerks. Gefördert werden telemedizinische Konsil- und Rufbereitschaftsstrukturen, die Vernetzung geburtshilflicher und neonatologischer Einrichtungen aus allen Regionen des Landes sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Auch niedergelassene Spezialisten für pränatale Diagnostik werden eingebunden, um eine durchgehende Betreuung von Risikoschwangeren zu gewährleisten.
Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin am UKJ, begründet den Ansatz mit dem demografischen Wandel. Nur durch neue Versorgungsmodelle, gemeinsame Behandlungsstandards und vernetzte Ressourcen lasse sich flächendeckend eine hohe Versorgungsqualität sichern.
Das Projekt entstand im Rahmen des Runden Tisches „Geburt und Familie“ und erhielt dort breite fachliche Unterstützung. Bis zum 31. Dezember 2027 soll das Netzwerk vollständig etabliert sein. PERIKOV-T ergänzt zwei bereits bestehende telemedizinische Netzwerke am UKJ: InTeliNet für Intensivmedizin und InTeliNetKids für Kinderintensivmedizin.
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