Hebammenzentralen und eigenverantwortliche Kreißsäle: Rheinland-Pfalz baut geburtshilfliche Versorgung gezielt aus
Mit verlängerter Förderung für fünf Hebammenzentralen bis Ende 2028 und einem neuen Förderaufruf für hebammengeleitete Kreißsäle stärkt Rheinland-Pfalz die geburtshilfliche Versorgung im Land…
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Rheinland-Pfalz setzt seine Förderung der Geburtshilfe fort. Die Landesregierung verlängert die finanzielle Unterstützung der bestehenden Hebammenzentralen bis Ende 2028 und startet gleichzeitig einen neuen Förderaufruf für hebammengeleitete Kreißsäle. Krankenhäuser mit Geburtshilfe können ab sofort entsprechende Anträge beim Gesundheitsministerium stellen.
Derzeit betreibt das Land fünf Hebammenzentralen in den Regionen Vulkaneifel, Trier-Saarburg, Mainz-Bingen, Altenkirchen/Kirchen mit Hachenburg sowie Simmern. Ihre Hauptaufgabe ist die Vermittlung von Hebammenterminen zur Vor- und Nachsorge, besonders in Regionen mit eingeschränktem Betreuungsangebot.
Beim ersten Förderaufruf 2023 unterstützte das Land die Einrichtung von sechs hebammengeleiteten Kreißsälen: am Klinikum Worms, am Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach und Hunsrück Simmern sowie am Westpfalz-Klinikum an den Standorten Kirchheimbolanden und Kaiserslautern. In hebammengeleiteten Kreißsälen arbeiten Hebammen eigenverantwortlich und ohne unmittelbare ärztliche Begleitung. Bei Komplikationen steht die klinische Infrastruktur des jeweiligen Hauses bereit.
Gesundheitsminister Clemens Hoch begründet den weiteren Ausbau mit dem Anspruch einer flächendeckenden, bedarfsgerechten Versorgung. Das Ministerium sieht in hebammengeleiteten Kreißsälen zudem ein Instrument zur Stärkung des Berufsprofils von Hebammen und zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen im klinischen Umfeld.
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