Nationaler Hitzeschutzplan gefordert: Ersatzkassen drängen Bund und Länder zum Handeln

Angesichts steigender Hitzeextreme fordert der vdek mehr Investitionen von Bund und Ländern in klimaresiliente Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie einen nationalen Hitzeschutzplan…

17. August 2026
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Der Verband der Ersatzkassen (vdek) verlangt von Bund und Ländern deutlich mehr finanzielle Investitionen, um Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen besser gegen Hitzewellen zu wappnen. Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner warnt, dass Temperaturen von bis zu 40 Grad besonders ältere, chronisch kranke und schwangere Menschen sowie Neugeborene gefährden und gleichzeitig das Personal belasten.

Viele Einrichtungen sind baulich unzureichend ausgestattet, etwa bei Kühlung, Wärmedämmung und Sonnenschutz. Der vdek will deshalb, dass Hitzeschutz als festes Kriterium in die Krankenhausplanung der Länder aufgenommen wird. Das duale Finanzierungssystem verpflichtet die Länder zur Investitionsfinanzierung, doch die Lücke ist erheblich. Dem jährlichen Bedarf von sieben bis acht Milliarden Euro stehen lediglich rund vier Milliarden Euro gegenüber, die die Länder tatsächlich bereitstellen.

Für Bundesinvestitionen in Hitzeresilienz sollen Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität genutzt werden. Zudem fordert der vdek einen nationalen Hitzeschutzplan mit einheitlichen Standards.

Der Verband ist selbst aktiv: Unter der Dachmarke „Gesunde Lebenswelten“ läuft das Programm KliBe zur altersgerechten Mobilität bei Hitzeextremen. 2024 entwickelte der vdek gemeinsam mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) ein Schulungskonzept für Pflegeberatungen zum Hitzeschutz in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Ergänzend engagiert sich der Verband in regionalen Bündnissen wie dem Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin.

Quelle:
vdek.com

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