122 Behandlungsfehler: Gesundheitsschäden in Westfalen-Lippe um ein Drittel gestiegen
Der Medizinische Dienst Westfalen-Lippe bestätigte 2025 insgesamt 122 Behandlungsfehler, 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Gesundheitsschäden stiegen um rund ein Drittel…
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Der Medizinische Dienst Westfalen-Lippe hat für 2025 einen deutlichen Anstieg bestätigter Behandlungsfehler gemeldet. Von 721 erstellten Gutachten bestätigten sich 122 Verdachtsfälle, was einem Anteil von rund 16,9 Prozent entspricht. Gegenüber 2024, als bei 727 Gutachten 104 Fehler festgestellt wurden, entspricht das einem Anstieg um gut 17 Prozent.
Noch stärker stieg die Zahl der festgestellten Gesundheitsschäden. In 102 der 122 bestätigten Fälle wurde 2025 auch ein Schaden nachgewiesen, 2024 waren es 77 Fälle, ein Anstieg um rund ein Drittel. In etwa 90 Prozent dieser Fälle ließ sich zudem ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Fehler und Schaden belegen.
Rund 68 Prozent der untersuchten Verdachtsfälle betrafen stationäre Behandlungen, knapp ein Drittel ambulante. Eine Aufschlüsselung nach Fachgebieten liegt für 2025 noch nicht vor. Im Vorjahr führten Chirurgie und Orthopädie mit 247 Verdachtsfällen, gefolgt von Zahnmedizin sowie Gynäkologie und Geburtshilfe.
Der Mehrjahresvergleich zeigt: 2023 wurden 724 Fälle begutachtet und 110 Fehler bestätigt, 2022 bei 757 Gutachten 82. Der Anstieg 2025 fällt damit trotz nahezu gleichbleibender Gutachtenzahl besonders deutlich aus. Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf beim Medizinischen Dienst eingereichte Fälle und erlauben keine allgemeine Aussage zur Fehlerquote in Krankenhäusern oder Praxen der Region.
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