Krankenkassen-Immobilienverluste: BAS verschärft Kontrollen für 2026: BAS verschärft Kontrollen für 2026
Das BAS warnte Krankenkassen bereits im September 2023 vor riskanten Immobilienanlagen. 28 Kassen investierten dennoch Millionenbeträge, bis zu 96 Prozent der Einlagen gelten als gefährdet…
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Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat im September 2023 per Rundschreiben ausdrücklich auf die Risiken von Immobilienfinanzierungen hingewiesen. Dennoch haben 28 Krankenkassen Millionenbeträge bei einem Immobilienfinanzierer angelegt. Bis zu 96 Prozent dieser Einlagen gelten inzwischen als gefährdet. Das BAS veröffentlichte seinen Jahresbericht 2025 am Freitag.
Laut Süddeutscher Zeitung ist die KKH mit 47,4 Millionen Euro am stärksten betroffen. Weitere betroffene Kassen sind Pronova BKK (10 Millionen Euro), BKK Gildemeister Seidensticker (7,9 Millionen Euro), Novitas BKK und MKK (je 5 Millionen Euro) sowie die IKK Südwest (2 Millionen Euro). Auch AOK Bremen, Bahn BKK, BKK Pfalz, Siemens BKK und die Viactiv Krankenkasse sollen vergleichbare Investments getätigt haben.
Das BAS hatte in seinem Rundschreiben auf die Werthaltigkeit von Immobilienbesicherungen hingewiesen. Im Problemfall müsse diese zur vollständigen Befriedigung der Restschuld ausreichen. Paragraph 80 SGB IV verpflichtet Sozialversicherungsträger zu qualifiziertem Anlage- und Risikomanagement, bei dem Sicherheit und Liquidität Vorrang haben.
Eine Überprüfung von 24 Krankenkassen im Jahr 2025 ergab, dass nicht alle Kassen diese Vorgaben eingehalten haben. Das BAS kündigte an, die Kontrollen 2026 zu verstärken. Neben Krankenkassen sind auch Kassenärztliche Vereinigungen betroffen, darunter die KV Baden-Württemberg (50 Millionen Euro), KV Hessen (30 Millionen Euro) und KV Schleswig-Holstein (16 Millionen Euro).
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