Enterobacter: Vier Frühgeborene infiziert, Klinik sucht noch nach Übertragungsweg

In der St. Louise Frauen- und Kinderklinik Paderborn starb ein Frühgeborenes nach einer Enterobacter-Infektion. Drei weitere Kinder sind betroffen, die Erregerquelle ist noch ungeklärt…

25. August 2026
  • QM

Auf der Neugeborenen-Intensivstation der Kinderklinik St. Louise in Paderborn ist ein Frühgeborenes nach einer Infektion mit Bakterien der Gattung Enterobacter gestorben. Ein weiteres Frühchen befindet sich in kritischem Zustand. Beide Kinder erlitten laut den St.-Vincenz-Kliniken, zu denen die Einrichtung gehört, eine schwere Sepsis.

Die Befunde zur Darmkeimhäufung lagen erst am Donnerstag vor. Der Erreger wurde bei insgesamt vier Kindern nachgewiesen. Zwei von ihnen zeigen keine Symptome. Als Reaktion auf die Häufung setzte die Klinik Neuaufnahmen vorsorglich aus und weitete Hygiene- und Schutzmaßnahmen deutlich aus.

Die Geschäftsführer Markus Funk und Bernadette Putz sprachen den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Parallel laufen Untersuchungen zu möglichen Quellen und Übertragungswegen. Das zuständige Gesundheitsamt ist eingebunden.

Laut Bundesamt für Risikobewertung gehören Enterobacter-Bakterien zur normalen Darmflora, können aber bei immungeschwächten oder empfindlichen Personen Infektionen auslösen. Bei dem nachgewiesenen Erreger handelt es sich laut Klinik nicht um ein multiresistentes Bakterium.

Quelle:
spiegel.de

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