Krankenhäuser als Klimatäter und Klimaopfer: Warum Nachhaltigkeit zur Überlebensfrage wird
Krankenhäuser verursachen hohe CO_2-Emissionen und sind zugleich durch Klimafolgen wie Hitze oder Überflutungen gefährdet. Dreißigacker fordert Nachhaltigkeit als Führungsaufgabe…
- QM
- Ökonomie
Christian Dreißigacker, Geschäftsführer des BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin, verbindet Nachhaltigkeit im Krankenhausbetrieb direkt mit der Frage nach der Handlungsfähigkeit von Kliniken in Krisenlagen.
Krankenhäuser verbrauchen große Mengen Wärme, Wasser und Strom, setzen klimaschädliche Narkosemittel ein und erzeugen erhebliche Mengen erdölbasierter Abfälle. Dreißigacker beschäftigt sich mit dem Thema seit 30 Jahren, beginnend im Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf, das 2002 als eines der ersten deutschen Krankenhäuser das BUND-Berlin-Gütesiegel „Energiesparendes Krankenhaus“ erhielt.
Als konkrete Maßnahmen nennt er Energieeinsparung, den Umstieg auf erneuerbare Energien, höhere Recyclingraten, nachhaltige Baustoffe sowie einen kritisch geprüften Ressourcenverbrauch. Entscheidend sei dabei, dass das Krankenhausmanagement die Veränderung aktiv anführt, auch um Mitarbeitende zu motivieren und die Wirtschaftlichkeit zu sichern.
Nachhaltigkeit endet für Dreißigacker nicht beim Klimaschutz. Kliniken müssen auch gegen die Folgen des Klimawandels gewappnet sein: Hitzeschutz für Patienten und Personal, Gebäudesicherung gegen Stürme sowie Schutz vor Überflutungen gehören für ihn ebenso dazu wie die Absicherung gegen Stromausfälle und Cyberangriffe.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.