Landtagswahl MV: DBfK stellt Forderungen zur Primärversorgung vor
Zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fordert der DBfK Nordost einen Systemwechsel hin zur wohnortnahen Primärversorgung mit gestärkter Rolle für Pflegefachpersonen…
- Pflege
- Politik
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern einen grundlegenden Systemwechsel in der Gesundheitsversorgung. Die Reformempfehlungen der Gesundheitskommission MV gehen dem Verband angesichts demografischer und finanzieller Herausforderungen nicht weit genug.
Geschäftsführerin Heike Prestin verweist auf Österreich und die skandinavischen Länder als Vorbilder. Dort ist der Übergang von einem arztzentrierten System mit starren Sektoren hin zu einer wohnortnahen Primärversorgung bereits vollzogen. Pflegefachpersonen übernehmen dort Gesundheitsförderung, Prävention, Therapie sowie Erstkontakt und Fallmanagement in Primärversorgungszentren.
Als konkreten Einstieg nennt der DBfK die Umsetzung der bundesgesetzlichen Regelungen zur Kompetenzerweiterung von Pflegefachpersonen. Einzelne Krankenhäuser sollen zu Primärversorgungszentren weiterentwickelt werden. Die Hochschulen in Greifswald, Rostock und Neubrandenburg bilden bereits Pflegeexpertinnen und -experten für diese Aufgaben aus. Die neue Landesregierung müsse nun Stellen und Rahmenbedingungen schaffen, um diese Fachkräfte im Land zu halten.
Der Verband betont zudem, dass Pflegeausbildung, Pflegestudium sowie die Gewinnung und Integration internationaler Pflegefachpersonen gleichrangige Ziele sind. Am 7. September diskutiert der DBfK seine Forderungen mit Diana Goede (SPD, Mecklenburgische Seenplatte), Harry Glawe (CDU, Vorpommern/Rügen) und Claudia Tamm (Bündnis 90/Die Grünen, Nordwestmecklenburg). Alle drei sind Pflegefachpersonen und kandidieren bei der Landtagswahl.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.