Landespflegekammer RLP: Personalmangel trifft Pflegealltag direkt

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz beteiligt sich an der DPR-Kampagne #DeutschlandWelchePflegeWillstDu und fordert mehr politischen Einfluss für Pflegefachkräfte…

25. September 2026
  • Pflege
  • Politik

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz macht mit einem eigenen Beitrag auf die konkreten Folgen des Pflegepersonalmangels aufmerksam. Am 22. September 2026 stand ihr Beitrag im Mittelpunkt der bundesweiten DPR-Kampagne #DeutschlandWelchePflegeWillstDu.

Eine Pflegefachfrau schildert darin ihren Wochenenddienst: Drei Pflegefachpersonen versorgen 29 Menschen. Fällt eine aus, tragen zwei die gesamte Last. Das bedeutet hohe Arbeitsbelastung, zu wenig Zeit für Pflegebedürftige und zusätzliche Verantwortung für die Verbliebenen.

Die Kammer verknüpft diesen Alltag mit politischen Rahmenbedingungen. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht Obergrenzen für die Refinanzierung von Lohnsteigerungen vor. Das erhöht den finanziellen Druck auf Einrichtungen und Träger und erschwert es, ausreichend Pflegepersonal dauerhaft zu finanzieren und zu binden.

Die Kammer fordert, die Expertise der Pflege stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Nur wer die realen Arbeitsbedingungen kenne, könne notwendige Veränderungen anstoßen.

An der Kampagne beteiligen sich 25 Verbände und Organisationen des Deutschen Pflegerats. Sie läuft bis zum Deutschen Pflegetag am 12. und 13. November 2026 in Berlin. Am 11. November soll eine Demonstration um 14 Uhr zum Bundesministerium für Gesundheit führen, bei der gemeinsame Forderungen öffentlich gemacht werden.

Quelle:
pflegekammer-rlp.de

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