Ärztekammer-Präsident fordert GKV-Strukturreform statt PKV-Debatte

Bundesärztekammer-Präsident Reinhardt warnt vor Plänen in der CDU, die PKV zu schwächen. PKV-Erlöse finanzierten Versorgungskapazitäten für alle Patienten…

25. September 2026
  • Politik

Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, kritisiert Überlegungen in der CDU, die private Krankenversicherung als tragende Säule des deutschen Gesundheitssystems in Frage zu stellen. Er bezeichnet das als Bärendienst für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Reinhardt begründet seine Position mit der Finanzierungsfunktion der PKV. Die Mehrerlöse, die Arztpraxen und Krankenhäuser durch Privatpatienten erzielen, fließen in Personal, Geräte und Ausstattung, die sowohl privat als auch gesetzlich Versicherten zugutekommen. Ein Wegfall dieser Einnahmen bedeute nach Reinhardts Einschätzung weniger Geld für die Versorgung aller Patienten.

Statt die PKV zu schwächen, fordert Reinhardt von der Politik grundlegende Strukturreformen im System der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Bevölkerung erwarte mehr als die zuletzt beschlossenen drastischen Sparmaßnahmen. Als konkretes Ziel nennt er eine Terminvergabe, die sich am medizinischen Bedarf orientiert. Das ohnehin überlastete System dürfe nicht durch den Wegfall einer seiner tragenden Säulen weiter unter Druck gesetzt werden.

Quelle:
bundesaerztekammer.de

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