SpiFa kontert AOK-Kritik an steigenden ambulanten Ausgaben
Ohne Verlagerung der Finanzmittel ins Ambulante bleibt die Ambulantisierung ein leeres Versprechen, kritisiert der SpiFa in Richtung AOK…
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Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) fordert eine konsequente Umschichtung der Finanzmittel von der stationären in die ambulante Versorgung. Anlass sind Aussagen des AOK-Bundesverbands zu steigenden Ausgaben im ambulanten Bereich.
Helmut Weinhart, stellvertretender zweiter Vorsitzender des SpiFa, wies die Kritik zurück. Wer Ambulantisierung wolle, könne nicht gleichzeitig ambulante Strukturen finanziell austrocknen. Personal, OP-Säle und Medizintechnik ließen sich nicht mit Appellen finanzieren. Wer bei ambulanten Ausgaben spare, zementiere die teurere Krankenhausversorgung und belaste die Beitragszahler.
Laut SpiFa entfielen 2025 im vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) untersuchten Leistungsspektrum rund 1,61 Milliarden Euro auf die reguläre stationäre DRG-Vergütung. Das war mehr als die gesamten Hybrid-DRG-Vergütungen zusammen.
Der Verband sieht die Politik in der Pflicht: Wo Behandlungen medizinisch ambulant möglich sind, müssten Anreize für teurere stationäre Versorgung beseitigt werden. Wer Investitionen in ambulante Kapazitäten wirtschaftlich unattraktiv mache, bremse die Ambulantisierung und halte das Gesundheitssystem in teuren Strukturen fest.
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