Hitzeschutz als Daseinsvorsorge: Landesärztekammer Hessen drängt auf Maßnahmen vor Sommer 2027

Hessens Ärzteparlament verlangt ein Förderprogramm und verbindliche Mindeststandards für Hitzeschutz in Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen noch vor dem Sommer 2027…

1. Oktober 2026
  • Politik

Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) fordert die hessische Landesregierung auf, ein Förderprogramm für Hitzeschutzmaßnahmen in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen aufzulegen. Erste Maßnahmen sollen noch vor dem Sommer 2027 greifen. Hitzeresilienz müsse Teil der gesundheitlichen Daseinsvorsorge werden.

Auslöser ist der außergewöhnlich heiße Sommer 2026, der die Gesundheit der Bevölkerung stark belastet hat. Besonders betroffen waren ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Säuglinge, Kleinkinder und Patienten mit bestimmter Medikation.

Die LÄKH verlangt Mindeststandards für Krankenhäuser, Arztpraxen, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen. Diese sollen bauliche, technische und organisatorische Hitzeschutzkonzepte umfassen. Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen benötigten Fördermittel, um sich auf häufigere und intensivere Hitzeperioden vorbereiten zu können.

Neben kurzfristigen Anpassungsmaßnahmen fordert die Kammer von Landes- und Bundesregierung auch eine langfristige Ursachenbekämpfung durch konsequenten Klimaschutz.

Quelle:
aerzteblatt.de

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