SoVD warnt vor faktischer Kürzung der Verhinderungspflege
Der SoVD warnt vor einer faktischen Kürzung der Verhinderungspflege durch die geplante Neuordnung und fordert ihren Erhalt als verlässliche Entlastung für Angehörige…
- Pflege
Die geplante Streichung der Verhinderungspflege als eigenständige Leistung kann nach Einschätzung des SoVD zu einer faktischen Kürzung für pflegende Angehörige führen. Grund ist die vorgesehene Verteilung der bisherigen Mittel auf verschiedene Budgets. Dadurch stünden Leistungen für die Ersatzpflege möglicherweise nicht mehr zusätzlich zur Verfügung, sondern könnten das Budget für die laufende häusliche Versorgung verringern.
Der gemeinsame Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege wurde erst am 1. Juli 2025 eingeführt und soll mit dem Pflegeneuordnungsgesetz wieder entfallen. Besonders nachteilig wäre die Änderung für Familien, die bei der Ersatzpflege auf vertraute Personen wie Verwandte, Freunde oder Nachbarn setzen. Dafür benötigen sie aus Sicht des SoVD eine eigenständige und flexibel nutzbare Leistung.
SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier fordert finanziellen Spielraum für Erholung, wichtige Termine und Vertretungen über einige Tage. Ersatzpflege müsse zusätzliche Entlastung ermöglichen und dürfe die laufende häusliche Pflege nicht beeinträchtigen.
Der SoVD fordert den Erhalt der Verhinderungspflege. Tages- und Verhinderungspflege, ambulante Dienste, Beratung sowie die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf müssten weiter gestärkt werden.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.