Asklepios baut drittes Logistikzentrum und sichert sich pharmazeutische Großhandelserlaubnis
Der Klinikkonzern Asklepios erweitert sein Logistiknetz um einen dritten Standort in Eching bei München, inklusive pharmazeutischer Großhandelserlaubnis und Versorgung externer Kliniken ab Mitte 2027…
- Ökonomie
Asklepios baut in Eching bei München einen dritten Logistik-Hub mit pharmazeutischer Großhandelserlaubnis. Der Klinikkonzern erweitert damit sein bundesweites Versorgungsnetz gezielt um den süddeutschen Raum. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 geplant.
Das Bauprojekt umfasst rund 3000 Quadratmeter Logistikfläche und 300 Quadratmeter Bürofläche auf einem 5500 Quadratmeter großen Grundstück. Hochautomatisierte Lager- und Kommissioniertechnik soll 2000 bis 3000 versorgungsrelevante Artikel vorhalten. Die Großhandelserlaubnis erlaubt Asklepios, Krankenhausapotheken direkt zu beliefern, die dann ihre jeweiligen Kliniken versorgen.
Begünstigt wird das Modell durch die Apothekenreform. Der Bundesrat hatte beschlossen, dass Klinikapotheken bis zur Hälfte ihres Arzneimittelvorrats an externe Dienstleister auslagern dürfen, sofern eine Belieferung binnen einer Stunde gewährleistet ist und ein Verantwortungsabgrenzungsvertrag vorliegt.
Der neue Standort ergänzt das Zentrallager in Bad Oldesloe (eröffnet 2022) und den Logistik-Hub Frankfurt am Main (in Betrieb seit 2025). Bad Oldesloe hält Bestände mit bis zu sechs Monaten Reichweite vor und versorgt die regionalen Hubs bedarfsgerecht. Neben den eigenen Häusern sowie den Konzerntöchtern Rhön Klinikum und Mediclin will Asklepios das Netzwerk auch externen Gesundheitseinrichtungen anbieten.
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