Moritz Hennemann tritt Amt als Bundesdatenschutzbeauftragter an
Moritz Hennemann hat am 1. Oktober sein Amt als Bundesdatenschutzbeauftragter angetreten. Der 41-jährige Freiburger Rechtswissenschaftler folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat…
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Der Rechtswissenschaftler Moritz Hennemann hat sein Amt als neuer Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit angetreten. Der 41-Jährige war im Juni vom Bundestag gewählt worden und folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die sich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückgezogen hatte.
Der BfDI ist eine eigenständige oberste Bundesbehörde mit rund 380 Beschäftigten. Die Behörde kontrolliert Bundesbehörden sowie Finanz- und Telekommunikationsunternehmen. Zuletzt gewann auch die Digitalisierung im Gesundheitswesen an Bedeutung für die Datenschutzaufsicht. Bei Verstößen kann der BfDI Verwarnungen, Verbote und Geldbußen aussprechen.
Hennemann bezeichnete die Übernahme des Amtes als „große Ehre“. Datenschutz und Informationsfreiheit seien für das Gemeinwesen unverzichtbar. Sein Ziel sei es, beide Rechte zugunsten jedes Einzelnen und der digitalen Souveränität des Landes zu schützen.
Hennemann studierte in Heidelberg, Krakau, Freiburg und Oxford. Seit 2020 hatte er den Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht an der Universität Passau inne, 2023 wechselte er an die Universität Freiburg. Seit 2025 war er zudem Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe im Bereich Presse- und Äußerungsrecht.
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