Neue MD-Prüfquoten-Klasse für Kliniken spart pro Haus nur 1.000 Euro im Jahr

Die geplante MD-Prüfquoten-Klasse von einem Prozent für auffälligkeitsarme Kliniken soll ab 2027 gelten, betrifft aber nur rund 100 Häuser mit je 30 weniger geprüften Rechnungen pro Jahr…

6. Oktober 2026
  • MD

Die Regierung plant eine neue MD-Prüfquoten-Klasse für Krankenhausabrechnungen. Kliniken mit mindestens 90 Prozent unbeanstandeten Rechnungen sollen künftig nur noch einer Prüfquote von einem Prozent unterliegen. Die Entlastung fällt jedoch minimal aus, denn laut Änderungsantrag erreichen voraussichtlich nur rund 100 Krankenhäuser diese Stufe.

Pro betroffenem Haus würden jährlich etwa 30 Rechnungen weniger durch den Medizinischen Dienst geprüft. Bei einem geschätzten Zeitaufwand von einer Stunde je Prüfung beziffert die Begründung die jährliche Ersparnis auf rund 1.000 Euro pro Krankenhaus.

Die Regelung soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten und über das geplante Gesetz zur Reform der Notfallversorgung umgesetzt werden. Grundlage ist eine Protokollerklärung der Bundesregierung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, die weitere bürokratische Vereinfachungen für auffälligkeitsarme Häuser vorsieht.

Neben der neuen Ein-Prozent-Stufe ist eine weitere Klasse vorgesehen. Kliniken mit einem Anteil unbeanstandeter Abrechnungen zwischen 80 und unter 90 Prozent sollen einer Prüfquote von bis zu fünf Prozent unterliegen. Der Änderungsantrag liegt dem Deutschen Ärzteblatt vor.

Quelle:
aerzteblatt.de

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