Frankenthal legt eigenes Zukunftskonzept für Stadtklinik vor
Mit einem Gesamtkonzept will die Stadt Frankenthal seine Stadtklinik langfristig als Regelversorger sichern und ambulante Strukturen stärker einbinden…
- Politik
- Ökonomie
Die Stadt Frankenthal und die Klinikleitung entwickeln ein Gesamtkonzept, um den Standort der Stadtklinik langfristig als Haus der Regelversorgung zu sichern. Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer und der Kaufmännische Direktor Dr. Andor Toth haben das Vorgehen mit Gesundheitsminister Clemens Hoch und den Fachstellen des Landes abgestimmt.
Ab Januar 2027 soll die Klinik mit elf Leistungsbereichen weiterarbeiten. Notaufnahme, Intensivmedizin und Geburtshilfe bleiben nach bisherigem Planungsstand erhalten. Damit lassen sich laut Klinikleitung rund 95 Prozent des bisherigen Fallgeschehens abdecken. Die endgültigen Feststellungsbescheide des Landes stehen noch aus.
Wirtschaftlich hat die Stadtklinik ihr Defizit auf unter vier Millionen Euro gesenkt. Im März wurde ein Erweiterungsbau mit 111 stationären Betten und 20 tagesklinischen Plätzen eröffnet. Das Investitionsvolumen beträgt über 51 Millionen Euro, davon mehr als 36 Millionen Euro Landesmittel. Weitere Fördermittel fließen 2026 in die Generalsanierung und eine psychiatrische Tagesklinik in Limburgerhof.
Über ein Medizinisches Versorgungszentrum baut die Klinik ambulante Angebote aus und verbindet sie mit den stationären Strukturen. Dazu gehört der Ausbau der hausärztlichen Versorgung mit zwei Fachärztinnen für Innere Medizin. Eine externe Analyse errechnet in einem Szenario ohne den Standort längere Fahrzeiten zur nächsten Notaufnahme: im Schnitt 6,7 Minuten für Frankenthal, 1,5 Minuten für den Rhein-Pfalz-Kreis.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.