Deloitte-Studie: 126 Milliarden Euro Einsparpotenzial für die GKV bis 2035
Deloitte beziffert das Einsparpotenzial der GKV auf 126 Milliarden Euro bis 2035, wenn 16 Reformen konsequent umgesetzt werden. Größter Hebel sei der flächendeckende KI-Einsatz…
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Die Unternehmensberatung Deloitte hält Einsparungen von 126 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung bis 2035 für möglich. Voraussetzung sei die konsequente Umsetzung von 16 Reformmaßnahmen. Versicherte würden in diesem Szenario knapp 1600 Euro weniger pro Jahr zahlen als 2026.
Den größten Einzeleffekt sehen die Berater in der flächendeckenden KI-Nutzung. Im Basisszenario ließen sich jeweils 5 Prozent bei Leistungs- und Verwaltungsausgaben einsparen. Bei ambitionierter Umsetzung seien sogar 25 Prozent möglich. Weitere Maßnahmen umfassen Präventionsabgaben auf Zucker, Tabak und Alkohol, eine zehnprozentige Kostenbeteiligung für Volljährige auf nicht-präventive Leistungen sowie die Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Sektor. Dort könnten 10 bis 20 Prozent der Klinikkosten entfallen, wobei nur maximal 40 Prozent als Mehrausgaben in den Praxen anfallen würden.
Laut Studie lassen sich 71 Prozent der Einsparungen bis 2050 über die Ausgabenseite erzielen. Dr. Gregor-Konstantin Elbel, Partner bei Deloitte, betont, dass die Reformen jetzt beschlossen werden müssten, damit sie ab 2030 wirken. Bei weniger ambitionierter Umsetzung drohe bis 2035 ein Defizit von 61 Milliarden Euro, bis 2040 von 118 Milliarden Euro.
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