Forsa-Umfrage: Mehrheit der Versicherten lehnt Datenauswertung durch Krankenkassen ab
Laut einer Forsa-Umfrage wissen 71 Prozent der gesetzlich Versicherten nicht, dass Krankenkassen ihre Abrechnungsdaten ohne Einwilligung auswerten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband spricht sich für eine Zustimmungspflicht aus…
- Politik
57 Prozent der gesetzlich Versicherten halten es für falsch, dass Krankenkassen Abrechnungsdaten ohne ihre Zustimmung auswerten dürfen. Das ergibt eine Forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). 71 Prozent war dieses Vorgehen nicht einmal bekannt.
Krankenkassen nutzen Diagnosen, Behandlungsdaten und Medikamentenverordnungen, um Versicherte auf individuelle Gesundheitsrisiken hinzuweisen. Der vzbv fordert, dass Versicherte vorher aktiv um ihr Einverständnis gebeten werden.
Lucas Auer, Gesundheitsexperte des vzbv, warnt zudem vor Fehlern in Abrechnungsdaten. Fehleinschätzungen seien nicht ausgeschlossen. Versicherte dürften nicht ungefragt mit Risikohinweisen konfrontiert werden. Die Bewertung gesundheitlicher Risiken gehöre in ärztliche Hände.
Für die Telefonbefragung wurden vom 22. bis 24. September 1.024 gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren befragt.
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