Schleswig-Holstein stellt Krankenhausplanung vor
Schleswig-Holstein stellt die künftigen Rollen seiner Krankenhäuser vor. Fünf Krankenhäuser sind als Maximalversorger vorgesehen, planbare Eingriffe konzentrieren sich an weniger Standorten. Verbindlich ist das erst nach dem Anhörungsverfahren…
- Politik
Die Pläne sollen planbare Eingriffe an weniger Standorten konzentrieren und verändern damit die Rolle vieler Kliniken in Schleswig-Holstein. Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken hat das Zielbild auf sechs Regionalkonferenzen vorgestellt.
Als Maximalversorger sind das UKSH Campus Kiel, das FEK Neumünster, die Schön Klinik Rendsburg, das Klinikum Itzehoe und die WKK Heide vorgesehen. Zehn Schwerpunktversorger und neun Regelversorger sichern die weitere Versorgung. Die Regio Kliniken in Pinneberg und Elmshorn sollen ihre Aufgaben bis zum geplanten gemeinsamen Neubau weiter wahrnehmen.
Vier sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen sind vorgesehen, drei weitere stehen unter Vorbehalt. Das Ameos Klinikum Fehmarn soll durch eine ambulante Struktur abgelöst werden. Die Kardiologische Klinik Norderstedt verlagert ihre stationären Angebote nach Henstedt-Ulzburg und Bad Segeberg. Für die Auenlandklinik Bad Bramstedt wird eine Fachklinikrolle angestrebt, die Voraussetzungen sind nach bisherigem Prüfstand jedoch nicht erfüllt.
In Kiel soll die Endoprothetik im Lubinus Clinicum konzentriert werden. In Dithmarschen wechseln wohl chirurgische Leistungen von Brunsbüttel nach Heide. In Husum steht die Auswahl für die Endoprothetik zwischen dem Klinikum Nordfriesland und der Klinik Dr. Winkler noch aus. Beim Helios Standort Kiel sind die Voraussetzungen für beantragte Leistungsgruppen bislang negativ geprüft.
Verbindlich ist die Struktur noch nicht. Bis zum 31. Oktober 2026 können die Krankenhäuser im Anhörungsverfahren Voraussetzungen nachweisen. Die Bescheide sollen Ende Dezember 2026 ergehen und grundsätzlich zum 1. Januar 2027 wirksam werden. Für einzelne Umstrukturierungen sind Übergangszeiten bis zum 1. Januar 2028 vorgesehen.
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