Klinikum Ebersberg erhält erste Bescheide zur Krankenhausreform, bislang ohne Ablehnung

Das Klinikum Ebersberg München Ost hat erste Bescheide zu seinen Leistungsgruppen erhalten, bislang ohne Ablehnung. Bis zum Jahresende erwartet die Klinik Entscheidungen zu allen beantragten Gruppen…

23. Oktober 2026
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Die Krankenhausreform entscheidet darüber, welche Behandlungen das Klinikum Ebersberg München Ost künftig noch anbieten darf. Die Klinik sieht ihren Fortbestand in absehbarer Zeit nicht in Gefahr, größere wirtschaftliche Sorgen bereitet ihr allerdings die künftige Vergütung.

Seit rund zwei Wochen treffen einzelne Bescheide des bayerischen Gesundheitsministeriums zu den beantragten Leistungsgruppen ein. Negative Entscheidungen gab es bislang nicht. Laut Klinik-Sprecherin Katharina Ober hat die Klinik sämtliche Leistungsgruppen beantragt, die ihrem bisherigen Angebot entsprechen. Bis zum Jahresende erwartet sie Bescheide zu allen Gruppen. Eine Ablehnung wäre nicht endgültig, denn in einem Erörterungsverfahren würde das Ministerium die Zuteilung erneut bewerten.

Die Reform soll nicht mehr alle Leistungen in allen Kliniken erlauben, sondern regionale Kompetenzzentren schaffen, die sich mit anderen Kliniken ergänzen. Das Ministerium kündigte an, bei Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie und bariatrischen Operationen regulierend einzugreifen. Bei Gelenkersatz sieht es regionale Überangebote, die Auswahlentscheidungen stehen noch aus. Mit großen Veränderungen rechnet die Klinik durch die Zuweisung der Leistungsgruppen nicht. Ministerin Judith Gerlach kündigte für Kliniken mit negativem Gutachten des Medizinischen Dienstes einen engen Abstimmungsprozess an.

Ein Gutachten zu einer regionalen Kooperation mit Rosenheim erwartet die Klinik ebenfalls bis Jahresende. Zudem arbeitet das Haus schon mit dem Universitätsklinikum rechts der Isar, der München Klinik, den RoMed Kliniken und dem Klinikum Agatharied zusammen.

Das Beitragsstabilitätsgesetz der gesetzlichen Krankenversicherung belastet das Haus künftig jährlich mit mehreren Millionen Euro zusätzlich. Die Klinik sieht hier den Bund in der Pflicht. Der Landkreis unterstützt das Klinikum überparteilich und schießt dafür derzeit jährlich rund 10 Millionen Euro Steuermittel zu.

Quelle:
merkur.de

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