END-DELAY: Bundesgesundheitsministerium fördert Forschung zu Diagnoseverzögerungen bei Endometriose mit 1,2 Millionen Euro
Die Universität Erfurt untersucht mit 1,2 Millionen Euro Förderung des Bundesgesundheitsministeriums, warum Frauen mit Endometriose im Durchschnitt acht Jahre ohne Diagnose bleiben…
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Bei Endometriose vergehen im Durchschnitt acht Jahre bis zur Diagnose, obwohl die betroffenen Frauen bereits Symptome haben. Ein Forschungsprojekt der Universität Erfurt will die Gründe für diese Verzögerungen systematisch untersuchen und Lösungen für eine bessere patientinnenzentrierte Versorgung finden.
Die Forschungsgruppe an der Professur für Gesundheitskommunikation führt das Projekt „Diagnoseverzögerungen bei Endometriose: Soziopsychologische Determinanten der Normalisierung von Symptomen (END-DELAY)“ durch. Das Bundesgesundheitsministerium fördert es mit 1,2 Millionen Euro. Laut Arbeitsgruppenleiterin Sarah Eitze zielt das Projekt darauf ab, diagnostische Verzögerungen zu verringern.
Das Team untersucht individuelle, soziale und strukturelle Gründe für diese Verzögerungen. In einer ersten Onlinebefragung will es 1.500 Frauen zwischen 16 und 40 Jahren mit entsprechenden Symptomen befragen. Eine weitere Onlinebefragung mit 1.200 Personen richtet sich an die allgemeine Bevölkerung.
Außerdem sollen Interviews mit Gynäkologen und Hausärzten über den Umgang mit Endometriose in ihrem Arbeitsbereich geführt werden.
Ziel ist es, Empfehlungen zu formulieren, wie die Diagnosesuche der Betroffenen gefördert und besser vorbereitet werden kann. Die im Projekt entwickelten Gesundheitsbotschaften zur Förderung sozialer Unterstützung und zur Reduktion von Stigmatisierung könnten laut dem Forschungsteam in künftigen Initiativen genutzt werden.
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