Abteilungsschließungen, Bewerbungsflut, ePA-Mängel: Was die Krankenhausreform in der diabetologischen Versorgung auslöst

Die Krankenhausreform trifft die diabetologische Versorgung konkret: Abteilungen schließen, Stellen werden nicht besetzt, stationäre Expertise geht verloren. Die Patienten bekommen das bereits zu spüren…

4. Juni 2026
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Die Krankenhausreform zeigt in der diabetologischen Versorgung spürbare Folgen. In drei Monaten schlossen im Umfeld von Dr. Iris Dötsch zwei diabetologische Abteilungen. Sie wurden in anderen Krankenhäusern eingeschränkt weitergeführt, gut ausgebildetes Personal zog dabei häufig nicht mit. Neue Strukturen entstehen, gewachsene Kommunikationswege brechen weg.

Parallel dazu wächst die Unsicherheit unter Ärztinnen und Ärzten. Krankenhäuser halten sich bei Neueinstellungen zurück. Dötsch verzeichnet auf eine Assistenzarztstelle inzwischen 20 bis 30 Bewerbungen, früher waren es zwei bis drei. Auch Medizinstudierende finden laut ihrer Tochter, die kurz vor dem Praktischen Jahr steht, schwerer Assistenzarztstellen.

Leidtragende sind die Patienten. Stationäre diabetologische Expertise geht nach Einschätzung der Autorin rasant verloren, was sich auch in der ambulanten Versorgung bemerkbar macht.

Als Lichtblick bewertet Dötsch einen nach 15 Monaten abgeschlossenen Vertrag für den Gestationsdiabetes mit dem vdek, der die Finanzierung wieder absichert.

Kritisch sieht sie den Ausbaustand der elektronischen Patientenakte (ePA). Ärztinnen und Ärzte sind weder verpflichtet, Daten einzustellen, noch sie zu lesen. Die Qualität der Inhalte sei unzureichend. Zudem hat die Ärztekammer Berlin die bisherige Beitragsreduktion für Mütter abgeschafft. Dötsch und die Hauptstadtdiabetologinnen haben dagegen eine Petition gestartet.

Quelle:
esanum.de

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