ÄPS-BÄK: Neues Messinstrument soll ärztliche Realität besser abbilden

Mit dem Start der Erprobung des ärztlichen Personalbemessungsinstruments ÄPS-BÄK kommt Bewegung in die Krankenhausreform. Die Ärzteschaft fordert: Weiterbildung anerkennen, Personal realistisch abbilden – und Schluss mit Sparlogik auf Kosten der Versorgung.

30. Mai 2025
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Seit dem 1. April wird das von der Bundesärztekammer entwickelte Personalbemessungsinstrument (ÄPS-BÄK) in einer gesetzlich vorgesehenen Testphase erprobt. Ziel ist, die ärztliche Arbeitslast realistisch abzubilden und strukturell in die Krankenhausreform zu integrieren. Das Prüfverfahren wird von KPMG begleitet. Es analysiert unter anderem Datenvergleichbarkeit, Systemtauglichkeit für unterschiedliche Krankenhausstrukturen sowie den technischen Aufwand für Integration und Nutzung. Fachärzt:innen und Ärzt:innen in Weiterbildung sollen künftig gleichermaßen erfasst werden. Besonders Letztere werden bislang im System ignoriert. Die Beteiligten fordern daher eine verpflichtende Einführung des Instruments nach Abschluss der Testphase. Es geht auch um Wertschätzung: ÄPS-BÄK soll ärztliche Tätigkeiten sichtbar machen, die über die Produktion von Case-Mix-Punkten hinausgehen. Stimmen aus der Praxis berichten von Missachtung des Tools durch Klinikleitungen – ein klares Signal für die Notwendigkeit politischer Rückendeckung. Die Einbindung in Qualitätsberichte und die Kontrolle durch die Rechtsaufsicht sollen eine flächendeckende Umsetzung sichern. Mit ÄPS-BÄK könnte eine gerechtere und bedarfsorientierte Personalplanung Realität werden.

Quelle:

aerzteblatt.de


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