Ärztekammer fordert weniger Geburtskliniken in Thüringen
Die Landesärztekammer Thüringen spricht sich für eine Zentralisierung der Geburtskliniken aus. Nur Standorte mit Perinatalzentrum-Standards sollen erhalten bleiben. Fachkräftemangel und sinkende Geburtenzahlen machen eine strategische Neuausrichtung notwendig, um unkontrollierte Schließungen zu verhindern.
- Politik
Die Landesärztekammer Thüringen fordert eine stärkere Zentralisierung der Geburtskliniken. Studien zeigen, dass eine höhere Geburtenzahl pro Klinik mit besserer Versorgungsqualität einhergeht. Die Entfernung zum Wohnort sei dabei zweitrangig, betont Kammerpräsident Hans-Jörg Bittrich.
Hintergrund sind sinkende Geburtenzahlen und der wachsende Fachkräftemangel. Aktuell bieten 19 Thüringer Kliniken Geburtshilfe an, doch nicht alle erfüllen die Anforderungen eines Perinatalzentrums. Künftig sollen nur noch diese Standorte strukturell gefördert werden. In Regionen mit mehreren nicht-zertifizierten Einrichtungen müsse eine gezielte Konzentration erfolgen.
Die Ärztekammer warnt vor unkontrollierten Schließungen kleiner Geburtskliniken, wie sie bereits in den vergangenen Jahren stattgefunden haben. Eine geplante Zentralisierung könnte die Qualität der Geburtshilfe sichern und die ärztliche Versorgung langfristig stabilisieren…
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