Ärztekammer Nordrhein fordert verbindlichen Hitzeresilienz-Plan für Kliniken

Überlastete Notaufnahmen und überhitzte Stationen zeigen, dass viele Kliniken auf Hitzewellen nicht vorbereitet sind. Die Ärztekammer Nordrhein fordert einen verbindlichen Hitzeresilienz-Plan…

1. Juli 2026
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Temperaturen um die 40 Grad haben die Schwachstellen im Krankenhausbetrieb sichtbar gemacht. Notaufnahmen waren überlastet, Patientenzimmer und Intensivstationen überhitzt, das Personal am Limit. Die Ärztekammer Nordrhein zieht daraus eine klare Konsequenz. Kliniken und Gesundheitseinrichtungen müssen finanziell und organisatorisch auf künftige Hitzephasen vorbereitet werden.

Kammerpräsident Dr. med. Sven Dreyer fordert einen gemeinschaftlich erarbeiteten und verbindlichen Hitzeresilienz-Plan. Dafür setzt er auf den Dialog mit dem NRW-Gesundheitsministerium, den Rettungsleitstellen und den Krankenhausträgern. Besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Säuglinge und chronisch Kranke stehen dabei im Fokus.

Konkret schlägt die Kammer vor: klimaangepasste Neu- und Umbauten, aktive Kühlung sensibler Bereiche wie Intensivstationen und Notaufnahmen sowie die Möglichkeit, planbare Eingriffe ohne gesundheitliche Nachteile zu verschieben. Ergänzend brauche es ein verbindliches Warnsystem für Kliniken, Rettungsdienste und Bereitschaftsdienste, damit Dienstpläne und Kapazitäten rechtzeitig angepasst werden können.

Dreyer betont, dass bei der Umsetzung die Machbarkeit eine zentrale Rolle spielen müsse, da das gesamte Gesundheitssystem bereits unter erheblichem Druck stehe. Sparzwänge dürften jedoch weder die Gesundheit der Bevölkerung noch die der Beschäftigten im Gesundheitswesen gefährden.

Quelle:
aekno.de

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