Ärzteverbände warnen: Eile bei elektronischer Patientenakte gefährdet Akzeptanz
Die Kassenärztlichen Vereinigungen kritisieren die zu kurze Testphase der elektronischen Patientenakte (ePA). Technische Probleme verhindern eine vollständige Erprobung. Ärzte fordern Bundesgesundheitsminister Lauterbach auf, die Einführung zu verschieben, um Frust in den Praxen und Akzeptanzprobleme zu vermeiden.
- IT
Die Kassenärztlichen Vereinigungen Bayerns, Hamburgs, Nordrhein und Westfalen-Lippe fordern mehr Zeit für die Testphase der elektronischen Patientenakte (ePA). Seit dem 15. Januar erhalten alle Kassenpatienten automatisch eine ePA, sofern sie nicht widersprechen.
Die Testphase läuft jedoch nicht reibungslos. Technische Probleme und fehlende Infrastruktur verhindern in vielen Praxen einen vollständigen Test. In Westfalen-Lippe konnte ein Drittel der Pilotpraxen die ePA noch gar nicht ausprobieren.
Mitte März will die Digitalagentur Gematik entscheiden, ob die ePA ab April bundesweit eingeführt wird. Die Ärzteverbände halten dieses Zeitfenster für zu kurz und warnen vor Frust in den Praxen sowie einer Ablehnung durch Patienten. Sie fordern Gesundheitsminister Karl Lauterbach auf, die Testphase zu verlängern, um die Qualität und Akzeptanz der ePA zu sichern…
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