Ärztinnen und Ärzte erhöhen Druck: Politik soll Praxen und Kliniken vor Sparauflagen schützen
Brandenburgs Ärztevertreter warnen vor Kürzungen, die Praxen schwächen und die Ambulantisierung gefährden könnten. Verbände fordern verlässliche Finanzierung und stabile Strukturen…
- Ökonomie
Die Landesärztekammer Brandenburg und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg kritisieren die geplante Ambulantisierung. Beide Organisationen warnen, dass Versorgungslücken in Kliniken nicht durch Einschnitte in den Praxen ausgeglichen werden dürfen. Ambulante Strukturen müssten vor Reformen stabilisiert werden, sonst gerate die medizinische Versorgung im Land in Gefahr. Der Kammerpräsident Frank-Ullrich Schulz nennt steuerfinanzierte Entlastungen und reduzierte Mehrwertsteuer auf Medikamente als sinnvolle Schritte. Die Verbände appellieren an Landesregierung und Bundestagsmitglieder, Kürzungen im Vermittlungsausschuss zu verhindern. Brandenburg brauche tragfähige ambulante Angebote und finanzierbare Kliniken. Kurzfristige Sparmaßnahmen lehnen die Körperschaften ab, da sie langfristig die Versorgungssicherheit schwächen. Beide Institutionen signalisieren Bereitschaft zur Mitarbeit an alternativen Modellen, sofern ein verlässlicher finanzieller Rahmen die Zusammenarbeit von ambulanter und stationärer Versorgung ermöglicht.
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