Alexianer-Chef von Klitzing kündigt nach Niederlage im Bundestag neue politische Offensive an

Dr. Christian von Klitzing kämpfte wochenlang gegen das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, scheiterte am 10. Juli und kündigt für den Herbst eine neue politische Offensive an…

23. Juli 2026
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Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, am 10. Juli 2026 vom Bundestag verabschiedet, trifft freigemeinnützige Krankenhausträger nach Einschätzung von Dr. Christian von Klitzing besonders hart. Der Sprecher der Hauptgeschäftsführung der Alexianer hatte wochenlang öffentlich und in Direktgesprächen mit Politikern gegen das Gesetz gekämpft, darunter mit CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und der Gesundheitsministerin. Ohne Ergebnis.

Von Klitzing kritisiert das Gesetz als „fantasielos„. Es senke Erlöse in Bereichen, die Private nicht vorhalten und kommunale Häuser durch Defizitausgleiche stützen. KKVD-Verbandschefin Bernadette Rümmelin beziffert die Mittelabflüsse auf mehr als fünf Milliarden Euro im kommenden Jahr, bis 2030 auf über zwölf Milliarden. Von Klitzing setzt nun auf den zweiten Bericht der Finanzkommission im Herbst.

Die Alexianer selbst befinden sich auf Wachstumskurs: rund 35.000 Beschäftigte, etwa 2,5 Milliarden Euro Umsatz 2025, 28 Krankenhäuser und mehr als 80 Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Zwischen 2019 und 2025 haben sich Umsatz und Belegschaft verdoppelt. Zuletzt kamen das Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin sowie Versorgungsaufträge der insolventen Schlosspark-Klinik hinzu. Für 2027 ist die Übernahme der Oberlinklinik Potsdam geplant.

Von Klitzing, seit November 2023 im Unternehmen und seit Januar 2025 Sprecher der Hauptgeschäftsführung, fordert mehr Gestaltungsfreiheit, weg von strukturbasierten Qualitätsvorgaben, hin zu ergebnisorientierten Maßstäben, weniger Bürokratie bei Personalbemessung. Schließungen hält er für unvermeidbar, aber kostspielig. Ein geordneter Rückzug erfordere nach seiner Einschätzung einen achtstelligen Betrag. Staatliche Mittel dafür seien nötig.

Quelle:
kma-online.de

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