Allianz für mehr Transparenz bei Arbeitsbedingungen  im Krankenhaus

10. Dezember 2020
  • Personal

Großangelegte deutsch-österreichische Befragung zur Zufriedenheit der  Krankenhausmediziner*innen ab Januar 

Zeiten  wie  diese  machen  es  deutlich:  Das  Krankenhauspersonal  ist  Voraussetzung  für  eine  funktionierende  Gesundheitsversorgung.  Dennoch  erfahren  Pflegende,  Mediziner*innen und Co. gesellschaftlich und politisch nicht die Wertschätzung, wie sie es sich wünschen.  Das  drückt  sich  auch  vielerorts  in  unbefriedigenden  Arbeitsbedingungen  aus.  Für  Mediziner*innen  veröffentlicht die unabhängige Treatfair GmbH seit 2019 in einer Positivliste die Krankenhausabteilungen  mit  zufriedenen  Ärzt*innen.  Weil  sich  immer  mehr  Mediziner*innen  bei  der  Stellenwahl  an  dieser  Liste  (Treatfair Ranking) orientieren, sind Krankenhäuser bemüht, mit guten Arbeitsbedingungen in diese Liste  aufgenommen  zu  werden,  um  auch  in  der  Pandemiezeit  und  im  bereits  schon  länger  herrschenden  Fachkräftemangel  qualifiziertes  Personal  zu  gewinnen.  Ab  Januar  werden  die  Abteilungen  für  das  kommende Ranking 2021 ermittelt. Dabei haben sich Treatfair und das renommierte österreichische Institut  für  Human  Factors  &  Human  Resources  im  Gesundheitswesen  der  Karl  Landsteiner  Gesellschaft  zusammengetan, damit eine solche Positivliste für das gesamte deutsch-österreichische Gebiet Wirklichkeit  wird. Auch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin und der Berufsverband der Deutschen Urologen  sind involviert.

Nachlesbare Mitarbeiterempfehlung für Mediziner*innen

Ein Großteil der Bewerber*innen im Krankenhausbereich ergibt sich aus Mund-zu-Mund Propaganda. Zufriedene  Mitarbeiter*innen  empfehlen  ihre  Abteilungen  weiter.  Deshalb  setzen  die  deutsche  Organisation  und  das  österreichische Institut auf eine große Befragung, in der Mitarbeiter die Zufriedenheit in ihrer Abteilung mitteilen. Sie  findet von 01.01.2021 bis 28.02.2021 statt. Die Angaben werden abteilungsweise ausgewertet. Ausschließlich die  Abteilungen mit zufriedenen Ärzt*innen werden anschließend im Treatfair Ranking veröffentlicht – die Abteilungen  mit  unzufriedenen  Mediziner*innen  nicht.  „Wir  wissen,  dass  die  Ergebnisse  der  Abteilungen  mit  unzufriedenen  Mitarbeiter*innen für viele auch interessant sind. Allerdings dürfen Mediziner*innen keine Hemmungen haben, die  Befragung wahrheitsgemäß zu beantworten. Auch soll von Klinikseite keine Angst vor dieser Befragung herrschen.“  so Frau Dr. Annelies Fitzgerald, Leiterin des Instituts für Human Factors & Human Resources im Gesundheitswesen  der  Karl  Landsteiner  Gesellschaft.  Somit  handelt  es  sich  bei  den  späteren  Veröffentlichungen  um  gemittelte  Mitarbeiteraussagen.  Frau  Dr.  Fitzgerald  weiter:  „Bisher  zielen  Umfrage  und  Veröffentlichungen  nur  auf  Mediziner*innen ab. Aber auch für Pflegende möchten wir in naher Zukunft eine ähnliche Positivliste veröffentlichen.“

Allianz für Transparenz bei den Arbeitsbedingungen

Weil  ein  Herausstellen  der  Abteilungen  mit  zufriedenen  Ärzt*innen  zu  mehr  Transparenz  und  in  der  Folge  zu  verbesserten  Arbeitsbedingungen  führt,  hat  der  prominente  Präsident  der  Ärztekammer  Berlin  und  Chirurg  Dr.  Günther Jonitz die Mentorenschaft der Ärztebefragung in Deutschland übernommen. Außerdem unterstützen die  Deutsche  Gesellschaft  für  Innere  Medizin,  der  Berufsverband  der  Deutschen  Urologen  und  der  Bürger-  und  Patientenverband GESUNDHEIT AKTIV e.V. die Befragung. Mentor für die Befragung in Österreich ist HR Prof. Dr.  Robert Fischer, Mitbegründer der Karl Landsteiner Gesellschaft. Weiterhin wird die Allianz für mehr Transparenz im  Gesundheitswesen um die angesehene österreichische Beratungsfirma hcc Health Care Communication erweitert.

Bessere Orientierung bei höherer Teilnehmerzahl

Ziel der kommenden Befragung ist es, durch eine noch größere Teilnahme von Klinikärzt*innen weitere Abteilungen  mit  zufriedenen  Mediziner*innen  zu  identifizieren.  So  können  mehr  Abteilungen  in  der  Positivliste  2021  aufgenommen  werden.  Die  resultierende  Orientierung  für  Mediziner  ist  größer.  Hierfür  wird  die  Mehrheit  der  deutschen und österreichischen Krankenhäuser postalisch bzw. digital über die Befragung und das resultierende  Ranking  informiert.  Für  Kliniken  werden  die  Umfrage  sowie  das  Ranking  weiterhin  kostenfrei  bleiben.  Auch  für  Mediziner*innen bleibt der Zugang zum Ranking kostenlos und barrierefrei.

Weitere Informationen:

www.treatfair.org  

Quelle:

treatfair.org


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