Alzey-Worms übernimmt Verantwortung für die stationäre Gesundheitsversorgung
Der Landkreis übernimmt das insolvente DRK-Krankenhaus in Alzey. Damit wird ein weiterer Klinikstandort in Rheinland-Pfalz gerettet. Die rund 400 Mitarbeitenden bleiben an Bord. Der Neustart erfolgt ab Juli als Eigenbetrieb in kommunaler Hand.
- Ökonomie
Mit breiter politischer Zustimmung hat der Kreistag Alzey-Worms beschlossen, das insolvente DRK-Krankenhaus Alzey ab Juli in kommunaler Regie weiterzuführen. Die Übernahme erfolgt als Eigenbetrieb des Landkreises, wodurch eine direkte Steuerung ohne zusätzliche Zustimmungspflichten möglich wird. Ein eigens eingesetzter Krankenhausausschuss soll politische und fachliche Prozesse begleiten. Der aktuelle Tarifvertrag bleibt bis Jahresende gültig und Überstunden können durch Freizeitausgleich kompensiert werden. Die rund 400 Mitarbeitenden sollen vollständig übernommen werden. Laut Mitteilung wurde das Vorhaben innerhalb von zehn Wochen vorbereitet und durch externe Gutachten bewertet. Diese bescheinigen zwar Herausforderungen, aber auch klare Erfolgschancen. Hintergrund ist, dass sich die DRK Trägergesellschaft im Februar endgültig aus dem stationären Betrieb in Rheinland-Pfalz zurückgezogen hat – betroffen waren zehn Klinikstandorte. Die Übernahme in Alzey ist nun ein konkreter Schritt zur Sicherung der regionalen Gesundheitsversorgung in öffentlicher Trägerschaft.
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