Ambulante OPs im Krankenhaus: Eigene AOP-Strukturen sollen Abläufe stabilisieren

Mit der Ausweitung von Hybrid-DRGs müssen Kliniken ambulantes Operieren organisatorisch und räumlich neu aufstellen, von ehemals Fallentscheidung über Slot- und Ablaufplanung bis zu standardisierten Prozessen und Teamarbeit…

27. Mai 2026
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Die zunehmende Ambulantisierung und die Ausweitung der Hybrid-Fallpauschalen zwingen Krankenhäuser, ambulante Operationen strukturell anders zu organisieren. Nach Einschätzung von Diego Padilla Galvez funktioniert effizientes ambulantes Operieren nur mit eigenen AOP-Strukturen, die Patientensteuerung, verlässliche Absprachen zwischen Berufsgruppen und eine frühzeitige Entscheidung über ambulant oder stationär einschließen.

Zentral sind laut Padilla Galvez eine durchdachte Slotplanung, eine klare Ablaufplanung und ein hoher Standardisierungsgrad. Slotplanung meint die Vergabe der OP-Säle an Fachabteilungen. Werden Räume innerhalb eines Tages aufgeteilt, entstehen Wechselzeiten und zusätzliche Störungen, etwa wenn Eingriffe länger dauern. In der Ablaufplanung lassen sich Effizienzgewinne erzielen, wenn Reihenfolgen und Saalbelegung konsistent geplant werden. Standardisierung kann Zeit zwischen Eingriffen sparen, zum Beispiel durch vorbereitete Materialien.

Neben Prozessen betont Padilla Galvez Teambuilding. OTA, Anästhesiepflege und Operateurinnen sollen interprofessionell arbeiten. Klinikgeschäftsführer Peter Berlin nennt zudem die Zusammenarbeit mit Niedergelassenen als Lernquelle. Für ambulante OP-Zentren werden außerdem Raum- und Wegeplanung wichtiger, um Nadelöhre zu vermeiden. Padilla Galvez nennt Umkleiden als häufigen Engpass und empfiehlt Vorbereitungsräume mit mobilen OP-Tischen, um pro Eingriff etwa zehn bis 15 Minuten zu sparen. Auch Abrechnungskompetenz vor Ort sowie Tools wie mobile Patientenschränke und mobile OP-Tische sollen Abläufe unterstützen.

Quelle:
aerzteblatt.de

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