Ambulantisierung prägt kardiologische Eingriffe ab 2026
Der Chefarzt der Kardiologie am Zentralklinikum Bad Berka ordnet Digitalisierung, KI und Ambulantisierung in der Kardiologie ein und betont die fortbestehende Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte…
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Anlass ist ein Podcast-Interview mit Dr. Philipp Lauten, seit Juli Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin am Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka. Er beschreibt aktuelle medizinische Entwicklungen und strukturelle Veränderungen in der Herzmedizin.
Laut seinen Angaben rückt die Ambulantisierung stärker in den Fokus. Herzkatheteruntersuchungen, Koronarangiographien und Eingriffe an Herzschrittmachern sollen ab 2026 häufiger ambulant erfolgen. Parallel gewinnt die Digitalisierung an Bedeutung. Befundübermittlungen beschleunigen sich. Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte erhalten demnach mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung. Künstliche Intelligenz kommt insbesondere bei CT-, MRT- und EKG-Auswertungen zum Einsatz. Die Ergebnisse gelten als schneller und reproduzierbarer, bleiben jedoch kontrollpflichtig.
Für die klinische Praxis hebt Lauten den Einsatz des Photonen-CT hervor. Das Verfahren dient als zentrales Planungsinstrument für Interventionen und Operationen. In Kombination mit ärztlicher Erfahrung soll es Behandlungsqualität und Patientensicherheit erhöhen. Zugleich betont er die Bedeutung klassischer diagnostischer Fähigkeiten in der Ausbildung.
Mit Blick auf das Krankenhausmanagement ergeben sich laut Interview Konsequenzen für Prozesse, Personalqualifikation und Versorgungsstrukturen. Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel verstärken den Bedarf an unterstützenden Technologien. Die ärztliche Verantwortung bleibt dabei zentral.
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