Ambulantisierungspotenzial in Akutkrankenhäusern – Analyse von bundesweiten Abrechnungsdaten des Jahres 2022
Eine Analyse des IGES-Instituts untersuchte, welche stationären Krankenhausbehandlungen ambulant durchgeführt werden könnten. Basierend auf dieser Untersuchung wurde der AOP-Katalog überarbeitet und eine sektorengleiche Vergütung (Hybrid-DRGs) eingeführt.
- Ökonomie
Ergebnisse der Studie:
- 17,3 % der stationären Behandlungen könnten laut IGES-Modell ambulant erfolgen.
- Nach dem AOP-Katalog wären es sogar 21,8 %.
- Nur 7,2 % der Fälle wurden nach beiden Modellen als ambulant geeignet eingestuft.
- Die potenziellen Hybrid-DRG-Fälle machten 1,0 % der Behandlungen aus.
Die Studie zeigt ein erhebliches Ambulantisierungspotenzial, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Bewertungsmodellen. Eine Weiterentwicklung des AOP-Katalogs ist notwendig, um ambulante Behandlungsmöglichkeiten gezielter zu identifizieren. Weitere Analysen müssen klären, inwieweit die neuen Vergütungsmodelle die Ambulantisierung tatsächlich fördern.
aerzteblatt.de
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