Ameos: Klinikkonzern richtet Online-Auskunft für Betroffene ein

Beim Hackerangriff auf Ameos im Juli wurden Patientendaten entwendet. Betroffene können über eine Online-Plattform prüfen, ob sie betroffen sind. Der Angriff beeinträchtigte auch Rettungsdienste. Ermittlungen laufen, Betroffene sollen besonders auf Betrugsversuche achten.

28. August 2025
  • IT
  • Digitale Klinik

Der Hackerangriff auf den Klinikverbund Ameos im Juli 2025 hat zu erheblichen Datenverlusten geführt. Nach Angaben des Unternehmens wurden personenbezogene Informationen von Patientinnen, Patienten und Beschäftigten entwendet. Über das genaue Ausmaß besteht weiterhin Unklarheit, da jeder Einzelfall einzeln geprüft werden muss. Hierfür wurde eine spezielle Internetseite eingerichtet, über die Betroffene eine individuelle Auskunft einholen können.


Neben dem Datendiebstahl kam es auch zu massiven Störungen im Klinikbetrieb. Der Rettungsdienst war besonders betroffen, da eine Einsatz-App nicht mehr funktionierte und Krankenwagen Umwege fahren mussten. Dadurch stieg die Belastung anderer Kliniken deutlich. Die technischen Einschränkungen konnten auch Wochen später noch nicht vollständig behoben werden.

Laut Datenschutzgrundverordnung wurden die Behörden informiert. Nach Einschätzung von Expertinnen und Experten erfolgte die Meldung fristgerecht. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Halle, nachdem Strafanzeige erstattet wurde. Ameos betont, dass die medizinische Versorgung weiterhin gewährleistet sei und Notaufnahmen offenstanden. Betroffene werden aufgefordert, wachsam gegenüber möglichen Betrugsversuchen wie Phishing-Mails zu bleiben.

Quelle:
mdr.de