Analyse von GE Healthcare macht regionale Engpässe im Gesundheitssystem sichtbar

Eine aktuelle Studie von GE Healthcare zeigt, wo der Fachkräftemangel das deutsche Gesundheitssystem besonders belastet. Regionale Unterschiede fallen deutlich aus…

10. Juli 2026
  • Personal

Studie untersucht regionale Belastung des Gesundheitssystems

Der Fachkräftemangel prägt die Gesundheitsversorgung in Deutschland zunehmend. Lange Wartezeiten auf Facharzttermine und personelle Engpässe gehören vielerorts zum Alltag. Eine aktuelle Analyse von GE Healthcare untersucht, welche Bundesländer besonders stark betroffen sind. Berücksichtigt wurden sowohl die aktuelle Belastung der Versorgung als auch langfristige strukturelle Risiken.

Hohe Gesamtbelastung in mehreren Bundesländern

Im Gesamtranking weisen Saarland, Schleswig-Holstein und Brandenburg die höchste Belastung auf. Auch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin gehören zu den Regionen mit erheblichem Versorgungsdruck. Bayern, Bremen und Sachsen liegen im Mittelfeld. Vergleichsweise günstig schneiden Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen ab.

Akuter Versorgungsdruck zeigt anderes Bild

Die Auswertung des akuten Versorgungsdrucks betrachtet unter anderem Krankenhausauslastung, Fallzahlen und vorhandene Kapazitäten. Berlin, Bremen und Hamburg erreichen hier die höchsten Werte. Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern folgen dahinter. Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen weisen aktuell die geringste kurzfristige Belastung auf.

Langfristige Risiken unterscheiden sich deutlich

Beim strukturellen Versorgungsdruck stehen vor allem die Altersstruktur der Ärzteschaft sowie demografische Entwicklungen im Mittelpunkt. Saarland, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zeigen die höchsten Risiken. Thüringen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern folgen im Ranking. Hamburg, Berlin und Bremen verfügen dagegen über vergleichsweise stabile strukturelle Voraussetzungen. Auffällig ist, dass diese Länder trotz hoher aktueller Belastung langfristig günstiger aufgestellt sind.

Fachkräftemangel trifft Fachgebiete unterschiedlich

Die Studie zeigt außerdem deutliche Unterschiede zwischen den medizinischen Fachrichtungen. Je nach Bundesland entstehen Versorgungslücken in unterschiedlichen Spezialgebieten. Dadurch verstärken sich regionale Unterschiede zusätzlich.

Fazit

Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich der Druck im deutschen Gesundheitssystem regional sehr unterschiedlich entwickelt. Besonders kritisch ist die Situation dort, wo hohe aktuelle Belastungen mit langfristigen strukturellen Problemen zusammentreffen. Die Analyse zeigt, dass sowohl regionale Rahmenbedingungen als auch Engpässe in einzelnen Fachrichtungen die zukünftige Versorgung maßgeblich beeinflussen.

Zur Studie

Quelle:
GE Healthcare

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