Sachsen richtet seine Krankenhausplanung neu aus

Sachsen hat das Zielbild für den Krankenhausplan 2026 beschlossen. Ab 2027 soll eine Leistungsgruppensystematik die Versorgung neu ordnen und die Versorgungsaufträge der 75 Krankenhäuser neu zuschneiden…

26. März 2026
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Das Kabinett hat dafür das Zielbild für den Krankenhausplan 2026 beschlossen. Ab dem 1. Januar 2027 soll er den Krankenhausplan 2024 ablösen. Zentrale Änderung ist der Wechsel von der bisherigen Fachgebietssystematik zu Leistungsgruppen nach Vorgaben der Krankenhausreform des Bundes.

Das Land will die Versorgungsangebote der Kliniken damit besser aufeinander abstimmen. Krankenhäuser sollen klare Leistungsschwerpunkte bilden und dafür das jeweils geforderte Fachpersonal vorhalten. Der Medizinische Dienst prüft diese Voraussetzungen erstmals nach bundesweit einheitlichen Vorgaben. Zugleich nennt die Landesregierung den Erhalt einer flächendeckenden Notfallversorgung als wichtiges Ziel.

Konkrete Entscheidungen über die künftigen Versorgungsaufträge der 75 Krankenhäuser in Sachsen fallen im Laufe des Jahres. Erste strukturelle Änderungen sollen dann zum 1. Januar 2027 wirksam werden.

Die Staatsregierung begründet den Umbau mit veränderten Rahmenbedingungen. Seit der großen Krankenhausreform Anfang der 1990er Jahre leben im Freistaat rund 500.000 Menschen weniger. Seit Jahren sinken zudem die Geburtenzahlen deutlich. Gleichzeitig verkürzen schonendere Behandlungsverfahren die Liegezeiten, während ambulante Behandlungen in den Kliniken zunehmen.

An der Planung wirken mehrere Akteure mit. Dazu gehören unter anderem die Krankenhausgesellschaft Sachsen, Krankenkassenverbände, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, die Landesärztekammer sowie kommunale Spitzenverbände. Sie wollen die Versorgung langfristig sichern und regionale Strukturen an den demografischen Wandel anpassen.

Quelle:
aok.de

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