Arbeitskräftelücke bis 2029: Gesundheitswesen braucht 4,8 Millionen neue Beschäftigte

Ausländische Beschäftigte sichern zunehmend die Gesundheitsversorgung in Deutschland. In der Pflege stieg ihr Anteil seit 2021 von 9,7 auf 15,1 Prozent…

20. August 2026
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Beschäftigte ohne deutschen Pass sichern in zentralen Bereichen die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die den wachsenden Anteil ausländischer Fachkräfte in sogenannten Engpassberufen belegen.

In der Pflege stieg der Anteil ausländischer Beschäftigter seit 2021 von 9,7 auf 15,1 Prozent. Von knapp 1,2 Millionen Pflegekräften hatten zuletzt mehr als 181.000 keinen deutschen Pass. Ähnlich hoch ist der Anteil bei Zahnmedizinischen Fachangestellten: Er wuchs im selben Zeitraum von 10,8 auf 16,1 Prozent.

Auch in ärztlichen Fachgruppen sind ausländische Beschäftigte eine tragende Säule. In der Psychiatrie und Psychotherapie lag ihr Anteil im Vorjahr bei 16,7 Prozent, in der Chirurgie bei 16,6 Prozent, in der Anästhesiologie bei 12,7 Prozent.

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration hatte bereits 2022 fast ein Viertel der rund 4,2 Millionen Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen als zugewandert oder mit familiärer Einwanderungsgeschichte eingestuft, das entspricht rund 940.000 Personen.

Der Druck dürfte weiter steigen, denn bis 2029 werden laut Bundesregierung rund 4,8 Millionen Arbeitskräfte benötigt, aus Bildungssystem und Zuwanderung werden jedoch voraussichtlich nur knapp 4,4 Millionen verfügbar sein. Die EU-Binnenzuwanderung fällt dabei kaum ins Gewicht: Der Wanderungssaldo aus EU-Ländern sank von 143.000 im Jahr 2022 auf nur noch 12.700 im Vorjahr.

Quelle:
aerztezeitung.de

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