Asklepios leitet Squeeze-out bei Rhön-Klinikum ein und strebt vollständige Konzernintegration an
Asklepios hat formal den aktienrechtlichen Squeeze-out bei der Rhön-Klinikum AG beantragt. Der Konzern hält bereits mehr als 95 Prozent und will die vollständige Integration abschließen…
- Ökonomie
Asklepios hat gegenüber dem Vorstand der Rhön-Klinikum AG formal das Verlangen auf Durchführung eines aktienrechtlichen Squeeze-out gemäß §§ 327a ff. AktG gestellt. Ziel ist die vollständige Integration der Rhön-Klinikum AG in den Asklepios-Konzern.
Asklepios ist seit 2020 Mehrheitsaktionär der Rhön-Klinikum AG. Da der Konzern bereits mehr als 95 Prozent der Anteile hält, erfüllt er die gesetzliche Voraussetzung für einen Squeeze-out. Die verbleibenden Minderheitsaktionäre sollen eine angemessene Barabfindung erhalten, deren Höhe durch eine Unternehmensbewertung festgelegt und von einem gerichtlich bestellten Prüfer bestätigt werden muss.
Mit dem Schritt will Asklepios Entscheidungs-, Steuerungs- und Governance-Prozesse innerhalb der Gruppe harmonisieren. Zudem sollen laufende Kosten und administrative Pflichten der Börsennotierung entfallen. Die strategische Ausrichtung und operative Führung der Rhön-Klinikum AG bleiben unverändert. Für Patienten, Mitarbeiter und Standorte ergeben sich laut Asklepios keine unmittelbaren Auswirkungen.
Wirksam wird der Squeeze-out erst mit Eintragung des Hauptversammlungsbeschlusses ins Handelsregister. Die Entscheidung soll voraussichtlich auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Januar fallen.
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