Aus für Klinik im Landkreis Tübingen: Betrieb endet Ende Juni, Kündigungen für gesamtes Team
Die Steinlach-Klinik in Mössingen stellt Ende Juni den Betrieb ein. Synlab begründet das Aus mit jahrelangen wirtschaftlichen Problemen. Alle Beschäftigten sollen gekündigt werden, die Notfallversorgung in der Region soll gesichert bleiben…
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Die Steinlach-Klinik in Mössingen schließt Ende Juni. Damit verliert der Landkreis Tübingen einen stationären Standort und alle Beschäftigten der Klinik sollen ihre Kündigung erhalten. Synlab bestätigte die Entscheidung laut einem Bericht des „Reutlinger General-Anzeigers“.
Synlab begründet das Aus mit einer umfassenden wirtschaftlichen und strukturellen Analyse. Nach Angaben des Unternehmens steckte die Klinik seit Jahren in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Synlab versuchte nach eigener Darstellung, den stationären Betrieb mit verschiedenen Maßnahmen zu stabilisieren. Diese Versuche blieben erfolglos.
Die Klinik geht auf eine 1982 in Mössingen gegründete Einrichtung zurück. Seit 2013 führt die Steinlach-Klinik GmbH den Standort. 2016 zog die Klinik in das Gesundheitszentrum in der Ortsmitte um. Dort arbeiteten Fachärzte für Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie sowie Allgemein- und Gefäßchirurgie. Die Klinik gehört zur Synlab Holding mit Sitz in Augsburg.
Wie viele Menschen die Schließung genau trifft, nannte Synlab laut Bericht nicht. Der „Reutlinger General-Anzeiger“ verweist unter Vorbehalt auf den Qualitätsbericht 2023. Demnach arbeiteten dort 19 Pflegekräfte und neun Fachärzte. Synlab erklärte außerdem, die medizinische Versorgung in der Region bleibe gesichert. Auswirkungen auf die Notfallversorgung gebe es nicht.
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