Ausländische Ärzte für Thüringen: Notwendige Hilfe oder ethisches Dilemma?

Die Landesärztekammer Thüringen steht der aktiven Anwerbung ausländischer Ärztinnen und Ärzte aufgrund ethischer Bedenken und des Fachkräftemangels ambivalent gegenüber.

23. Mai 2024
  • Personal

Die Landesärztekammer Thüringen steht der aktiven Anwerbung ausländischer Ärztinnen und Ärzte aufgrund ethischer Bedenken und des Fachkräftemangels ambivalent gegenüber.

Die Landesärztekammer Thüringen steht der aktiven Anwerbung ausländischer Ärztinnen und Ärzte ambivalent gegenüber: Einerseits seien diese Mediziner für die medizinische Versorgung der Thüringer Bevölkerung unverzichtbar und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Fachkräftemangels. Andererseits wirft Kammerpräsident Hans-Jörg Bittrich ethische Fragen auf, indem er die Abwerbung von Ärzten aus ihren Heimatländern, die selbst unter Ärztemangel leiden und deren Ausbildung dort finanziert wurde, als eine Art Kolonialismus bezeichnet. In Thüringen kommen von den rund 9.800 berufstätigen Ärzten etwa 1.800 aus dem Ausland, in den Krankenhäusern hat ein Viertel der Mediziner einen ausländischen Pass. Das Thema gewinnt im Vorfeld der Landtagswahl an Brisanz, da neben dem Fachkräftemangel auch die zukünftige Struktur und Finanzierung der Kliniken zentrale Herausforderungen darstellen. Gleichzeitig fordert die Landeskrankenhausgesellschaft erhebliche Investitionen, um den aufgelaufenen Investitionsstau von 1,4 Milliarden Euro aufzulösen und wirtschaftliche Schwierigkeiten der Kliniken zu vermeiden…

Quelle:

gmx.net


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