Auslandskräfte entlasten das SRH, doch WHO-Warnliste rückt ethische Fragen in den Fokus
Das SRH Sigmaringen ringt mit 46 offenen Stellen und baut die Rekrutierung im Ausland aus. Erfahrungen und Risiken prägen die Diskussion…
- Personal
Das Sigmaringer SRH Klinikum meldet einen anhaltenden Fachkräftemangel. Aktuell sind 46 Stellen unbesetzt, was rund sechs Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht. Trotz interner Programme zur Bindung der Beschäftigten und Investitionen in Ausbildung, Technik und Organisation bleibt die Personalgewinnung schwierig. Der Anteil internationaler Fachkräfte ist seit 2020 gestiegen. Das Klinikum sammelt derzeit verstärkt Erfahrungen mit Beschäftigten aus den Philippinen und Tunesien.
Parallel wächst die Kritik an globalen Rekrutierungen, da sie in einigen Herkunftsländern den bestehenden Mangel verstärken. Die WHO führt 55 Staaten mit kritischem Versorgungsengpass, aus denen aktive Anwerbungen in Deutschland nur eingeschränkt möglich sind. Auch im Sigmaringer Klinikum arbeiten einzelne Fachkräfte aus diesen Ländern, jedoch ohne vorherige Anwerbung durch das Haus. Rechtliche Vorgaben erlauben eine Rekrutierung nur über staatliche Stellen.
Die Philippinen gehören weiterhin zu den wichtigsten Herkunftsländern internationaler Pflegekräfte, doch der dortige Personalmangel nimmt zu. Viele Pflegekräfte arbeiten im Ausland, was zu höherer Belastung des verbleibenden Personals führt und den eigenen Engpass verschärft.
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