AWMF: Reform der Krankenhausfinanzierung braucht klare Struktur und gemeinsame Steuerung

AWMF diskutiert auf Delegiertenkonferenz Reformbedarf, Finanzierung und Ambulantisierung des Gesundheitswesens…

19. November 2025
  • Politik
  • Ökonomie

Auf ihrer Delegiertenkonferenz thematisierte die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Im Mittelpunkt standen die Finanzierung der Krankenhausreform und die Potenziale der Ambulantisierung. Präsident Prof. Rolf-Detlef Treede betonte die Notwendigkeit, Finanzmittel koordiniert und bedarfsgerecht einzusetzen. Die Vielfalt der Kostenträger und deren komplexe Finanzströme erschwerten die Planung einer sektorenübergreifenden Versorgung.
Dr. Robert Messerle vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) stellte aktuelle Analysen vor, die ein hohes ambulantes Potenzial insbesondere in Leistungsgruppen der Grundversorgung zeigen. In einzelnen Bereichen könnten bis zu 50 Prozent der Fälle ambulant behandelt werden. Messerle warnte davor, stationäre Strukturen für ambulant mögliche Leistungen dauerhaft festzuschreiben. Treede resümierte, dass eine Reform der Krankenhausfinanzierung nur wirksam sei, wenn sie Teil einer umfassenden Neuordnung der Finanzströme werde, damit Mittel dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Quelle:
nachrichten.idw-online.de

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